Was mich mit Horst verbindet:
Am 8.4.1977 in Ückendorf geboren, sind meine Eltern mit mir im Alter von zwei Jahren nach Gelsenkirchen - Horst in die Devensstraße 100 gezogen.
Meine Großeltern väterlicherseits bewohnten die untere Etage unseres Hauses, und die Großeltern mütterlicherseits wohnten eine Straße weiter, die Häuser waren über die Höfe verbunden. Dort lebten auch mein Onkel und meine Tante sowie meine beiden Cousins. Meine ersten Erinnerungen an Horst sind somit fest mit meiner Familie verbunden.
Ich habe meine gesamte Jugend bis zum Abitur in Horst verbracht und u.a. zunächst bei „BV Horst-Süd“ und anschließend beim „SV Horst-Emscher 08“ Fußball sowie beim „TC Rot-Gelb Horst“ Tennis gespielt. In beiden Vereinen bin ich heute wieder Mitglied.
Auch während meiner Bundeswehrzeit und der anschließenden Studienzeit in Münster habe ich die Wochenenden daheim in unserem Stadtteil verbracht.
Nach Abschluss meines Jura-Studiums hat es mich dann wieder zurück nach Gelsenkirchen gezogen. Ich habe zunächst in der Feldmark gewohnt und meine erste und bislang einzige „Stelle“ als Rechtsanwalt in der Sozietät Holthoff-Pförtner Wassermann in Essen-Rüttenscheid angetreten.
Nachdem meine Eltern im Jahre 2020 ihr neues Haus fertig gestellt hatten und das alte Familienhaus in der Devensstraße leer stand, brauchte ich nur kurze Zeit überlegen und bin zurück in unseren liebenswerten Stadtteil gezogen.
Ein guter Freund von mir, Waldemar Wrobel, hatte meine letzten Zweifel nach einer Laufrunde mit einem kalten Stauder in der Hand ausgeräumt, in dem er zu mir sagte: „Daniel, du bist doch ein Horster-Junge und kennst den Stadtteil und die Horster. Du wirst dich dort sofort wieder wohl fühlen.“
Wie recht er doch hatte!
Horst bedeutet für mich Heimat und Familie.
Das betrifft sowohl die Menschen, die hier leben und den Stadtteil auszeichnen, als auch die vielen besonderen Orte.
Die Horster Bürger sind auf besondere Weise liebenswert und stolz auf ihren Stadtteil. Der Zusammenhalt ist hier besonders ausgeprägt.
Dies ist vermutlich auch der Grund, warum sich so viele Horster ehrenamtlich in verschiedenen Funktionen und Gruppierungen engagieren. Das findet man in keinem anderen Gelsenkirchener Stadtteil.
Nicht erst, aber insbesondere seitdem ich Vorstandsmitglied des noch recht jungen Vereins „Zukunft Horst e.V.“ sein darf, habe ich unzählige Gespräche mit hoch engagierten und um den Stadtteil bemühte Horster geführt und realisiert, warum die Menschen diesen Stadteil so lieben.
Und warum es sich lohnt, hierfür seine Freizeit zu investieren.
Horst bietet den Menschen extrem viel. Ich denke da nur an unser Schloss, den Nordsternpark, das ehemalige Rennbahngelände, den Knochenpark, die beiden Einkaufsstraßen, die Gesamtschule, die Moschee-Vereine, die vielfältigen Möglichkeiten, Sport zu treiben, die vielen verschiedenen Veranstaltungen, Gemeindefeste, verkaufsoffene Sonntage und so vieles mehr.
Ich freue mich, dass ich mich u.a. im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit für den Verein „Zukunft Horst e.V.“ gemeinsam mit meinen großartigen Vorstandskollegen und den engagierten Horster Bürgern darum bemühen kann, den Stadtteil noch attraktiver und lebenswerter zu gestalten.
Daniel Schacht